29.06.2016 - Ein Ort, um Freundschaften zu schließen

30 Jahre alt wird der Treffpunkt im Stadtteilbüro Neuperlach  und das wird kräftig gefeiert: unter anderem mit einem offiziellem Empfang am Mittwoch, 29. Juni, um 14 Uhr im Stadtteilbüro im Gerhart-Hauptmann-Ring 56 (im Sudermannzentrum). 

Bei der Veranstaltung hält Tilo Klöck, Professor der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München, ein Referat zu „Entwicklungen und Perspektiven der Gemeinwesensarbeit in Zeiten einer multikulturellen Gesellschaft“.  Dabei wird er unter anderem auf den Aufbau und die Orientierung des Neuperlacher Stadtteilbüros eingehen. 
 
Seit mehr als 40 Jahren gibt es das Stadtteilbüro Neuperlach, eine Einrichtung des Evangelischen Hilfswerks München: als „Gemeinwesenarbeit der Inneren Mission“ startete die Einrichtung 1973 in der Lätarekirche. Das dritte Standbein – neben Vernetzung und Sozialberatung – kam 1986 mit dem Treffpunkt dazu. Seit dieser Zeit residiert das Stadtteilbüro auch in – mittlerweile grundlegend renovierten – Räumen am Gerhart-Hauptmann-Ring.
 
Ins Leben gerufen wurde der Treffpunkt, um den Bewohnern des damals neu gebauten Stadtteils die Möglichkeit zu geben, sich kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Die Gruppen und Angebote im Treffpunkt gestalten sich je nach dem Bedarf der Besucher: Dort treffen sich derzeit unter anderem Eltern-Kind-Gruppen, ein Nähkreis, der Fotoclub, Migrantengruppen und Senioren, die einmal pro Woche den Mittagstisch besuchen. Feste, Basare und Flohmärkte locken neue Interessenten.  Auch gesellige Treffs und Ausflüge gehören zum Programm.
 
Nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ sei es von Anfang an wichtig gewesen, die Besucher mit ihren Ressourcen und Talenten einzubeziehen“, sagt Christine Maier, die das Stadtteilbüro schon seit 25 Jahren leitet.  Eine wichtige Basis der Arbeit sind – neben den beiden hauptamtlichen Sozialpädagoginnen und einer Verwaltungskraft – die rund 60 Ehrenamtlichen, die sich in den verschiedenen Angeboten engagieren. Sie sind teilweise schon seit mehreren Jahrzehnten dabei,  die Leitenden des Fotoclubs und des Nähkreises sogar schon von Anfang an.
 
Und diejenigen, die zur Anfangszeit des Stadtteilbüros Kinder waren, schauen auch heute noch manchmal vorbei – oder engagieren sich als Gruppenleiter, zum Beispiel in der Mutter-Kind-Gruppe. Freundschaften sind im Stadtteilbüro Neuperlach viele entstanden – und nicht nur das: „Wir haben auch schon zwei Ehen gestiftet“, erzählt Maier.


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