30.12.2015 - Justizminister besucht Fachambulanzen

Fast zwei Stunden Zeit nahm sich der bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU), um sich in der Psychotherapeutischen Fachambulanz für Sexual- und Gewaltstraftäter des Evangelischen Hilfswerks ein persönliches Bild von der Arbeit vor Ort zu machen. Fachambulanz-Leiter Markus Feil lobte die Sachkenntnis des Ministers, der mit sehr gezielten Fragen aufwartete. 

Die Fachambulanz für Sexualstraftäter war als erste ihrer Art in Bayern im Jahr 2008 eröffnet worden; fünf Jahre später kamen dann auch Gewaltstraftäter als Zielgruppe hinzu. Mittlerweile gibt es im Freistaat zwei weitere Einrichtungen in Nürnberg und Würzburg. Das Bayerische Justizministerium fördert sie als wichtigen Pfeiler der Resozialisierung zu einhundert Prozent. Den Besuch wertet Feil als gutes Zeichen, dass das auch künftig so bleibt. Minister Bausback habe sich bei der Begegnung klar dafür ausgesprochen, dass sich die Justiz auch in der Zeit nach der Entlassung eines Straftäters engagiert.

Seit dem Start der Einrichtung wurden der Fachambulanz fast 1.000 Sexualstraftäter sowie mehr als 130 Gewaltstraftäter von den Gerichten zugewiesen. Die meisten sind aufgrund einer richterlichen Weisung nach dem Ende ihrer Haftstrafe dazu verpflichtet, eine Therapie zu machen. Derzeit arbeiten 13 Psychologen und Psychotherapeuten, eine Sozialpädagogin sowie vier Verwaltungskräfte in der Ambulanz.

ho

Und stellt die hervorragende Arbeit der Einrichtung für Sexual- und Gewaltstraftäter heraus.


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