25.05.2016 - 152 Nächte Kälteschutz

"Der diesjährige Kälteschutz war wieder ein voller Erfolg, schon deshalb, weil wir dazu beitragen konnten, dass niemand auf der Straße erfroren oder zu Schaden gekommen ist“, resümiert Anton Auer, der den Kälteschutz für das EHW koordinierte. Die Aufnahme der Hilfesuchenden erfolgte über die EHW-Einrichtung „Schiller 25“. Hier stellen die Mitarbeitenden ihnen Einweisungsscheine aus. I

 
In den 152 Nächten kamen durchschnittlich 330 Hilfesuchende pro Nacht. Ein Großteil der Menschen ohne Obdach kommt aus Rumänien (30 Prozent) und Bulgarien (25 Prozent). Aber auch zehn Prozent Deutsche sind unter den Klienten, sagt Auer.
Außerdem kommen die Menschen aus anderen EU-Ländern wie Italien oder sogenannten Drittstaaten. Ferner suchen immer mehr Frauen Schutz vor der Kälte – in den vergangenen Monaten waren es 15 Prozent.

Bis Januar 2016 lag die Gesamtkapazität bei 1.000 Schlafplätzen – viele der Betten stehen auf dem Gelände der ehemaligen Bayern-Kaserne. Auch 200 Flüchtlinge, die sich meist auf der Durchreise befanden, haben im Kälteschutz einen Ort der Zuflucht gefunden.
 
Mit dem Ende des Kälteschutzes müssen die meisten Menschen wieder zurück auf die Straße oder in prekäre Wohnverhältnisse. Andere gehen zurück in ihre Heimatländer. 

 

Mehr als 3.000 Menschen haben das Kälteschutz-Angebot des Evangelischen Hilfswerks vom 1. November bis 31. März angenommen.


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