24.01.2014 - Schutz gegen die Kälte

Die Kälteschutz-Stelle Schiller 25 des Evangelischen Hilfswerks München (EHW) kann ab sofort Decken an wohnungslose Migrantinnen und Migranten ausgeben. Mehrere hundert Stück hat die Stadt München der Einrichtung zu diesem Zweck am Donnerstag dieser Woche zur Verfügung gestellt. Damit ändert sie ihre bisherige Maßgabe, der zufolge den Hilfesuchenden bei Temperaturen unter null Grad Celsius zwar eine Übernachtungsmöglichkeit vermittelt wurde, sie jedoch keine Decken ausgehändigt bekamen.

Gordon Bürk, Geschäftsführer des Evangelischen Hilfswerks, begrüßt dies: „Ich halte diese Entscheidung für sehr stimmig, denn Kälteschutz bedeutet für mich selbstverständlich, dass Menschen auch eine Decke bekommen, wenn sie frieren.“ Aus diesem Grund hatte das Evangelische Hilfswerk die Menschen bisher mit gespendeten Schlafsäcken versorgt. Ab sofort ist von Seiten der Landeshauptstadt München für jede Person eine Decke vorgesehen.

Um zu gewährleisten, dass die Verteilung gerecht erfolgt, dokumentiert das Beratungsteam von Schiller 25, wer bereits eine erhalten hat. Zudem beraten die MitarbeiterInnen ihre Klienten, wie sie selbstverantwortlich mit den Decken umgehen können.
 
Schiller 25 berät wohnungslose Migrantinnen und Migranten aus Süd- und Südosteuropa, die in München Arbeit suchen. Hier erfolgt auch die zentrale Einweisung in das Kälteschutz-Programm der Landeshauptstadt. Zudem bietet das Evangelische Hilfswerk ein Tagesangebot für Mütter mit minderjährigen Kindern und für Schwangere an.
Die Einrichtung wurde Anfang November eröffnet; derzeit umfasst das Team fünf Fachkräfte und 20 Hilfskräfte, die in zwölf Sprachen beraten können. Seit Eröffnung der Einrichtung im südlichen Bahnhofsviertel wurden bereits 1.080 Klientinnen und Klienten beraten und eingewiesen.
 
Wiebke Harle
 
Ansprechpartner:
Gordon Bürk (Telefon: 089/126991-341)
Andrea Betz (Telefon: 0172-1702658)

 

Stadt München versorgt Schiller 25 mit Decken für Armutszuwanderer.


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