21.09.2014 - Spende für die Bahnhofsmission

Die Evangelische Bahnhofsmission München freut sich über eine 1.000-Euro-Spende: Sebastian Lenhart vom kbo-Isar-Amper-Klinikum überreichte das Geld an die soziale Einrichtung am Gleis 11. Die Klinik hatte im Mai dieses Jahres für ein Projekt den WIPIG-Präventionspreis 2014 erhalten. Stellvertretend übergab jetzt Projektleiter Sebastian Lenhart das Preisgeld an den Leiter der Evangelischen Bahnhofsmission, Sebastian Stockmeier. Lenhart betont: „Uns war es wichtig, das Geld an eine Organisation zu spenden, die einen lokalen Bezug zu München hat, nah an den Menschen ist und sich in ihrer täglichen Arbeit ebenfalls um Menschen mit psychischer Beeinträchtigung kümmert.“ 

 
Der Leiter der Evangelischen Bahnhofsmission wies darauf hin, „dass tatsächlich jeder dritte Besucher, der in der Bahnhofsmission um Rat und Hilfe fragt, psychische Probleme hat“. Im Juli hatte die Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern über diese besorgniserregende Situation berichtet. Bei den Hilfesuchenden handle es sich oft „um Personen mit vielschichtigen Problemen“, erklärt Stockmeier. So verschlimmerten Depressionen und andere psychische Erkrankungen die bereits prekären Lebenssituationen der Menschen – die oftmals von Arbeits- und Obdachlosigkeit wie von Suchtverhalten gezeichnet seien. 
 
Die Freude über die Spende war bei den Mitarbeitenden der Bahnhofsmission groß. Denn das Geld wird dringend gebraucht, wie Sebastian Stockmeier berichtet: „Die Bahnhofsmission ist für viele Menschen in Krisen- und Notsituationen die letzte Anlaufstelle.“ Ob kleine Lebensmittelpakete, Hygieneartikel oder MVV-Tickets zu Ämtern – die Hilfe kommt unmittelbar den Menschen in Not zu Gute. 
Durch die eigene Arbeit in einem psychiatrischen Krankenhaus weiß auch Apotheker Lenhart, „dass die Arbeit mit psychisch belasteten Menschen viel Einsicht und Geduld erfordert“. Deshalb freue es ihn besonders, die Bahnhofsmission bei ihrer anspruchsvollen Arbeit unterstützen zu können. Das Isar-Amper-Klinikum gehört zu den Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo) und leistet psychiatrische Vollversorgung. Der Preis wurde für ein Projekt im Bereich Sicherheit von Arzneimitteltherapien verliehen.
 
Josephin Schmid

1.000 Euro für Menschen in psychischer Not.


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