14.01.2014 - Schiller 25 startet Tagesangebot für Familien mit Kindern und schwangere Frauen

Seit November gibt es "Schiller 25", die Migrationsberatung für Wohnungslose des Evangelischen Hilfswerks München. Am Samstag, 11. Januar, kommt ein Angebot für Eltern und Kinder sowie für schwangere Frauen in den Räumen des Treffpunkts Familie International dazu.

Die Mitarbeitenden von „Schiller 25“ an der Schiller-/Ecke Landwehrstraße beraten derzeit rund 35 Menschen am Tag, die meisten stammen aus Rumänien und Bulgarien. „Es kommen hauptsächlich Männer, aber auch Familien mit Kindern und Großeltern“, sagt Andrea Betz, Bereichsleiterin beim Evangelischen Hilfswerk.

So seien im Rahmen des Kälteschutzprogramms der Stadt, in das die Mitarbeitenden die mittellosen Zuwanderer bei Temperaturen unter null Grad einweisen können, 22 minderjährige Kinder und ihre Mütter sowie 17 schwangere Frauen in einem Hostel untergebracht – allerdings nur nachts. „Tagsüber bleiben als Aufenthaltsort oft nur die Spielecken von Schnellrestaurants“, sagt Andrea Betz. 

Das neue Angebot in den Räumen des Treffam im Westend, einer Einrichtung der Inneren Mission, ist für diese Familien jeden Tag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. „Hier finden sie eine kindgerechte, sichere Umgebung und können auch an unserem Mittagstisch teilnehmen“, sagt Iris Krohn, die Leiterin der Einrichtung, die seit mehr als 20 Jahren Familien mit Migrationshintergrund berät und unterstützt.

Im Fokus der Mitarbeitenden von „Schiller 25“ steht die Beratung der Mütter: „Im Treffam können wir die Frauen in einer vertrauten Atmosphäre beraten und so einen verbindlichen Zugang zu ihnen bekommen“, erklärt Andrea Betz. Zusammen mit ihnen wollen die Sozialpädagoginnen eine Zukunftsperspektive erarbeiten, sie unter anderem in Sprachkurse oder in Beschäftigung vermitteln. 

Das Münchner Stadtjugendamt fördert das Projekt vorläufig; Ende Februar entscheidet dann der Stadtrat, ob das Tagesangebot langfristig bis 2015 finanziert wird. 

Isabel Hartmann

"Schiller 25" bietet Familien mit Kindern und schwangeren Frauen jetzt auch tagsüber einen geschützten Raum.


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