09.11.2009 - Moshammer-Verein spendet 5.000 Euro an kirchliche Sozial-Einrichtungen

Diese Spenden wären sicherlich ganz im Sinne von Rudolph Moshammer gewesen: Gleich zwei Anlaufstellen für Obdachlose und Hilfebedürftige in München erstrahlen jetzt mittels seiner posthumen Hilfe im neuen Glanz. Der von ihm gegründete Verein „Licht für Obdachlose” spendete 3.000 Euro an die Teestube „komm” des Evangelischen Hilfswerkes und 2.000 Euro an die Bahnhofsmission. Der schillernde Modemacher, der zu Lebzeiten sein Alter nicht preisgeben wollte, wäre am 27. September dieses Jahres 69 Jahre alt geworden.
Die Teestube und die Bahnhofsmission leisteten „wichtige Arbeit“, sagte der Vereinsvorsitzende, Rechtsanwalt Florian Besold. „Wie an seinem Todestag geschieht auch an Mosis Geburtstag in seinem Namen wieder Gutes für obdachlose Menschen.“ Bedürftige erhielten in beiden Einrichtungen „menschliche Zuwendung“. Dies sei immer auch eine Herzensangelegenheit Rudolph Moshammers gewesen.
Mit diesem Geld werden dringende Renovierungsarbeiten in der Teestube an der Zenettistraße finanziert. „Die wohnungslosen Menschen, die wir betreuen, sollen sich in gepflegten und sauberen Räumen aufhalten können”, sagte Anton Auer, Leiter der Teestube „komm”. Der Tagesaufenthalt sei für die Besucher so etwas wie ein „zeitlich befristetes Wohnzimmer“. Erklärtes Ziel der Arbeit sei es ja, so Auer, Obdachlosen geeignete Wohnmöglichkeiten zu vermitteln, so dass sie über kurz oder lang dieses Angebot gar nicht mehr nötig haben“. Bis zu 120 Menschen besuchen täglich die Teestube, um alkoholfreie Getränke zu konsumieren, zu duschen oder Wäsche zu waschen oder einfach nur fernzusehen oder sich zu unterhalten. Zudem können sie hier eine Postadresse einrichten und sich von sozialpädagogischen Fachkräften beraten lassen.
Die Bahnhofsmission will die Spende für einen neuen Boden und kleinere Renovierungsarbeiten in ihren Räumlichkeiten nutzen. „Das ist eine Wertschätzung für all diejenigen Menschen, die uns tagtäglich aufsuchen und Unterstützung brauchen“, sagt Andrea Sontheim, Leiterin der Katholischen Bahnhofsmission. Rund 150 Menschen pro Tag suchen in den Räumen an Gleis 11 Hilfe und Beratung. Nachts bietet die Bahnhofsmission Frauen und Kindern in Not auch eine Schlafmöglichkeit. Für Reisende mit sozialen Schwierigkeiten ist sie zudem die erste Anlaufstelle in der Stadt.

Klaus Honigschnabel

Bahnhofsmission und Teestube "komm" bekommen anlässlich des Geburtstages des vor vier Jahren ermordeten Modeschöpfers Geld, im ihre Räume zu renovieren.


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