03.05.2017 - Bilanz nach fünf Jahren Kälteschutz

In wenigen Tagen geht der Kälteschutz in München zu Ende; erstmalig blieben die Räume in der Bayernkaserne auch im April geöffnet. In der Kälteperiode 2016/2017 hatte das Angebot, das das Evangelische Hilfswerk im Auftrag der Landeshauptstadt organisatorisch betreut, zum fünften Mal geöffnet. Vier Mal hat das Evangelische Hilfswerk im Auftrag der Stadt die Betreuung der Armutsmigranten aus dem ost- und südosteuropäischen Raum übernommen, an die sich das Programm wendet. Das Ziel ist allen Beteiligten klar: „Niemand darf in München auf der Straße erfrieren.“

Das Hilfeprogramm hat mittlerweile eine Struktur, die zu Beginn kaum vorstellbar gewesen wäre. In den ersten beiden Kälteschutzjahren war die Frage nach einem Schlafplatz für die Nacht von der aktuellen Wetterlage abhängig: Erst bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt öffneten die Schlafplätze. Diese Null-Grad-Regelung wurde im Winter 2014/15 aufgehoben, so dass der Kälteschutz unabhängig von Plus- oder Minustemperaturen jeden Abend geöffnet hatte. Erstmalig hat der Stadtrat die Öffnungszeit im vergangenen Winter bis Ende April verlängert; bislang wurde der Kälteschutz jeweils Ende März beendet.

Ein Rückblick über die vergangene Kälteperiode sowie ein Ausblick soll bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Landeshauptstadt und Träger am Mittwoch, 03.05.2017, gegeben werden.

Klaus Honigschnabel

Foto: Oliver Bodmer


zurück